Deutsche Jugendmeisterschaften U18/U20 in Heilbronn - Lara-Noelle Steinbrecher, Sina Prüfer, Till Steinforth und Jassam Abu El Wafa gewinnen Gold

Vom 04. bis 06. September 2020 fanden die 79. Deutschen Jugendmeisterschaften der U20 und die 33. Deutschen Jugendmeisterschaften der U18 in Heilbronn statt. Aus Sachsen-Anhalt waren in diesem Jahr nur 31 Starter*innen aus 7 verschiedenen Vereinen gemeldet, welche sich an ein strenges Durchführungs- und Hygienekonzept zu halten hatten. Bei allen Restriktionen zeigten einige Athleten*innen dennoch, aus welchem Holz sie geschnitzt sind und setzten ihre Glanzpunkte.

Die erste Goldmedaille des Wochenendes erkämpfte sich Sina Prüfer (s. Foto) von den Halleschen LA-Freunden im Kugelstoßen der WJU20. Die Athletin von Trainerin Katja Schreiber stieß ihr Arbeitsgerät auf 14,47 m. Auf Platz drei folgte, völlig begeistert, Michelle Oehmichen von den Halleschen LA-Freunden mit 13,88 m, welche gleichfalls der Trainingsgruppe um Katja Schreiber entstammt. Die zweite Goldmedaille des Wochenendes sicherte sich Lara-Noelle Steinbrecher (s. Foto) vom SC Magdeburg über die 200 m in der WJU18. Der Schützling von Trainer Marco Kleinsteuber stürmte als Favoritin in ihrem Finale auf starke 24,04 s. Eine hart umkämpfte Weitsprung-Goldmedaille gewann Till Steinforth (s. Foto) vom SV Halle in der MJU20. Als Wiedergutmachung zur verlorenen Mehrkampfmedaille feierte der Schützling von Trainer Kai Dockhorn seine 7,48 m. Unglücklich hingegen verlief seine weitere Finalplatzierung über die 110 m Hürden. Mit einem Fehlstart, konnte er nicht mehr ins Geschehen um die Medaillenvergabe eingreifen. ber die 5.000 m Bahngehen standen in der MJU18 zwei SV Halle Athleten von Trainer Helmut Stechemesser an der Startlinie. Jassam Abu El Wafa und Jadon Henze (s. Foto) lieferten über die 12,5 Runden eine tadellose Leistung ab und brachten ihre Gold- und Silbermedaille in 25:38,86 min und 26:47,71 min sicher über die Ziellinie. Als fünfte Goldene des Wochendes lässt sich auch der 1. Platz von Lea Wipper (SC DHfK Leipzig) im Speerwurf der WJU20 feiern. Der Schützling von Trainer Ralf Wollbrück sicherte sich mit 55,87 m erneut eine Podestplatzierung, nachdem sie bei den Aktiven bereits eine Bronzemedaillie errang. Im Diskuswurf der MJU20 belegte Magnus Zimmermann vom SV Halle mit 56,23 m den zweiten Platz. Der Schützling von Vater Conrad Zimmermann zeigte dabei Konterqualitäten und wehrte die Angriffe der Konkurrenz erfolgreich ab. Eine weitere Silbermedaille sicherte sich am letzten Wettkampftag der Schützling von Trainer Björn Lange, Moritz Morstein vom SC Magdeburg im Speerwurf der MJU18 (s. Foto). Mit beachtlichem Körpereinsatz warf er seinen Speer auf 67,62 m.

Auf einem undankbaren vierten Platz landete Lara-Noelle Steinbrecher über die 100 m in neuer persönlicher Bestleistung von 11,87 s. Nur 0,01 s fehlten ihr dabei an einer weiteren Medaille. Im Speerwurf der WJU20 warf Emilie Ulrich (Hallesche LA-Freunde) ihr Arbeitsgerät auf 46,47 m, was ihr ebenfalls den vierten Rang einbrachte. Im Kugelstoßen der männliche U18 beförderte Philipp Thomas vom SV Halle seine Kugel auf 18,57 m. Dies bedeutete Rang 5. Auf diesem landete auch Kajsa Zimmermann vom SV Halle, die in ihrem U18-Kugelstoßwettkampf auf 14,47 m kam. Viviane Heilmann vom SC Magdeburg landete über die 400 m Hürden der WJU20 in 61,35 s gleichfalls auf dem 5. Platz. Einen guten sechsten Rang erkämpfte sich Emmanuel Agbo Anih vom SV Halle im Diskuswurf der MJU18. Er beförderte seinen Diskus im 1. Versuch auf 55,01 m. Sophie Albrecht vom SC Magdeburg sprintete über die 400 m Hürden in der WJU18 in 63,30 s auf den 7. Platz.

Zum guten Schluss folgten für die sachsen-anhaltischen Athleten noch insgesamt sechs 8. Plätze. Moritz Stenker von den Halleschen LA-Freunden überquerte die Latte im Hochsprung in der männlichen U18 bei 1,90 m. Yannik Herden vom SV Halle belegte über die 110 m Hürden in 14,58 s Platz acht in der MJU18. Patricia Alberts vom SC Magdeburg warf ihren 500 g Speer auf 44,07 m. Alexander Brandt vom PSV Burg überquerte im Hochsprung der MJU20 1,90 m. Jeremy Bruer vom SC Magdeburg warf seinen 700 g Speer in der MJU20 auf 55,85 m und Nils Oheim von den Halleschen LA-Freunden überlief die 800 m Ziellinie nach 01:55,54 min.

Summa summarum sammelten die Sportler*innen mit ihren Trainern 8 + 1 Medaillen (4+1/ 3/ 1/ 2/ 3/ 1/ 1/ 6); U20 (2+1/ 1/ 1/ 1/ 1/ 0/ 0/ 3); U18 (2/ 2/ 0/ 1/ 2/ 1/ 1/ 3). Herzlichen Glückwunsch allen Platzierten und Teilnehmern der etwas anderen Jugendmeisterschaften 2020.

Melanie Schulz