Mitteldeutsche Hallen-Meisterschaften U16-U20 + Winterwurf - Speerwerfen in Sachsen-Anhalt en vogue
Am 31.Januar 2026 fanden die Mitteldeutschen U16, U18 und U20 Hallen- sowie Winterwurfmeisterschaften in Halles Brandbergehalle statt. Insgesamt hatten 556 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 100 Vereinen Sachsens, Thüringens und Sachsen-Anhalts gemeldet, was dem Teilnehmerfeld der vergangenen beiden Jahre entsprach. Das größte Teilnehmerfeld stellte der sächsische Verband mit 251 Sportlern aus 46 Vereinen, gefolgt von den Sachsen-Anhaltinern mit 157 Sportlern aus 24 Vereinen und den Thüringern mit 148 Athleten aus 30 Vereinen. Die anwesenden Trainer, Eltern, Helfer und Athletinnen und Athleten sahen einen sehr gut organisierten, reibungslosen Wettkampfverlauf. Das Dankeschön hierfür gilt dem SV Halle mit seinem Förderverein, den Halleschen LA-Freunden und dem Kampfrichterteam.
Auszugsweise werden nur einzelne Leistungen hervorgehoben; alle Ergebnisse stehen unter: https://ergebnisse.leichtathletik.de/Competitions/Details/18213
Starten wir mit einem Fünffacherfolg im Speerwurf der U18-jährigen Damen. Hier wurde Jette Strauß vom Haldensleber SC mit 42,65 m Mitteldeutsche Winterwurfmeisterin. Es folgten Klaara Heim von Union 1861 Schönebeck mit 41,82 m, Tami Forkel (Hallesche LA-Freunde) mit 40,94 m, Marisol Kepplinger vom VfL Kalbe/Milde mit 38,92 m und Gisele Grosser vom SV Halle mit 38,26 m.
Einen Dreifacherfolg feierten im Stabhochsprung die Unter-16-jährigen Herren: hier siegte der Zerbster Franz Elmenthaler mit 3,10 m vor seinen Trainingspartnern Matti Butzmann und Luc Emil Drews (alle SV Halle), die jeweils 3,00 m übersprangen. Zusätzlich belegten die drei Herren zusammen mit Lorenz Papst Rang 2 in der 4 x 200 m Staffel (01:38,33 min). Der Dessauer Luc-Emil Drews rangierte zudem auf dem 3. Platz über die 60 m Hürden (8,73 s, VL 8,68 s). Im Hochsprung siegte er sogar in persönlicher Bestleistung von 1,76 m.
Einen Doppelerfolg feierte weiterhin Maja Witte vom Haldensleber SC im Weit- (5,76 m) als auch Dreisprung, die hier erneut Bestleistung mit 12,41 m sprang. Der Dessauer Phil Matthias (SV Halle) feierte einen Doppelsieg, hier über die 60 m Hürden in persönlicher Bestzeit von 8,14 s und im Weitsprung mit 7,01 m. Doppelte Freude verspürte zudem die Dessauerin, Lenya Mette vom SV Halle. Sie überzeugte mit 13,99 m im Kugelstoßen (persönliche Bestleistung) und über die 60 m Hürden, die sie ebenfalls in persönlicher Bestzeit von 8,69 s hinter sich ließ. Mit der 4 x 200 m SV-Halle Staffel erkämpfte sie sich als Schlussläuferin zudem Rang 2. Die Besetzung um Frida Klopfleisch, Emma Kortmann und Marlene Müller musste sich in 01:45,54 min nur knapp den Dresdner Damen geschlagen geben (01:45,12 min).
Doppelt schnell ging es für Moritz Grosse vom ASV 1902 Sangerhausen in der MU20 zu. Er siegte über die 400 m in 50,05 s und platzierte sich anschließend über die 200 m auf dem Vizeplatz (22,45 s). Hier siegte Mattes Liek vom Erfurter LAC in 22,17 s, der zuvor die 60 m in 6,87 s für sich verbuchte. Die Plätze 1 und 2 sicherten sich weiterhin über die 60 m in der WU20 Stella Hoffmann und Hannah Weinrich vom SV Halle. Sie sprinteten 7,76 s (VL 7,73 s) und 7,77 s (PB). Über die 60 m Hürden zogen Julia Malcharek und die Zeitzerin Gisele Grosser vom SV Halle in der WU18 nach. Sie waren in 8,91 s und 8,94 s, so schnell, wie nie. Zusammen mit der Wittenbergerin Sophie Liesigk und der Schkopauerin Mary Lou Kretzschmar siegten sie zudem in der Startgemeinschaft Team Sachsen-Anhalt in der WU20-Wertung am Ende des Tages in der 4 x 200 m Staffel in 01:42,85 min. Sophie gewann zuvor in der WU18 das 200 m-Rennen in 25,13 s.
Einen Sieg über die 60 m in der WU16 verbuchte Amy Strätz vom SC Magdeburg. Sie sprintete 7,72 s. Und auch Natalie Albrecht vom SC Magdeburg gewann ihre 3.000 m in neuer Bestzeit von 10:28,74 min. Über die 800 der MU18 wurde es spannend, da der Sieger Ole Steinbach vom Dresdner SC 1898 erst eine Runde vor Schluss den Turbo zündete. Er siegte in 01:56,45 min vor dem Teutschenthaler Constantin Harry Fox (01:59,50 min). Im 2. Zeitendlauf drückte Julian Thier von den Halleschen LA-Freunden seine Bestmarke auf nun 01:59,30 min; er belegte damit Rang 3. Platz 2 sicherte sich zudem der Dessauer Max Anton über die 60 m Hürden. Er sprintete 8,32 s (VL 8,22 s). Einen Sieg über die 4 x 200 m gelang dem MU18-Quartett der Startgemeinschaft Team Sachsen-Anhalt um Felix Funk, Victor Agbo Anih, Arne Samos und Jakob Günther. Sie benötigten 01:35,22 min.
Ebenfalls auf Platz 1 landeten die SV Halle-Athleten Ernst-Bruno Eltz mit 7,02 m im Weitsprung und Paul Günther im Stabhochsprung (4,30 m) in der MU20. Im Kugelstoßen der jungen U16-Herren siegte weiterhin der Dessauer LAC-Athlet Nico Levenhagen; diesmal mit 15,40 m. Platz 2 im Kugelstoßen der U18-Athleten erkämpfte sich der Ascherslebener Tizian Zöger (SV Halle) mit 15,78 m. Es siegte nur knapp vor ihm Devin Müßigbrodt (SC Hoyerswerda) mit 15,81 m. Auf dem 3. Platz folgte mit persönlicher Bestleistung von 15,29 m der Tangermünder Athlet Ole Witte (SV Halle). Er erkämpfte zudem Rang 2 im Diskuswurf (46,45 m). Das Speerwerfen der WU16-Damen ging an die Dessauerin Maxi Hoppe. Sie siegte mit 39,88 m. Auf dem 2. Platz folgte die Langendorferin Lilli Taschinski (SV Halle) mit 37,22 m. Und auch das Speerwerfen in der WU20 gewann eine Sachsen-Anhalterin; Rachael Agbo-Anih vom SV Halle siegte mit 38,89 min.
Im Diskuswurf der WU18-Damen konnte der Sieg nur über Marlene Sack von den Halleschen LA-Freunden gehen. Sie überzeugte erneut, trotz klirrender Kälte, diesmal mit 45,47 m. Gerda Kirchner (SV Halle) folgte auf dem Vizeplatz mit 40,43 m.
Damit liest sich die Medaillenausbeute, wie folgt: 64 Medaillen (23/24/17), wovon 17 Medaillen auf das Konto der U20-Jährigen, 28 Medaillen auf die Haben-Seite der U18-Jährigen und 19 Medaillen durch die U16-jährigen Athleten und Athletinnen erkämpft wurden. Nun heißt es kurz durchatmen; bis es in 2 Wochen (14./15.02.2026) in der Brandbergehalle zur Neu-Auflage der Deutschen Hallen-Mehrkampfmeisterschaften der U18 und U20-Jährigen sowie Aktiven kommen wird. Zudem werden die U20-Jährigen Bahngeher inklusive der Masters ihre Deutschen Hallen-Meisterschaften im Bahngehen 2026 in Halle austragen.
Zusätzliche Fotos folgen zeitnah unter BerndSport: https://berndsport.blogspot.com/p/leichtathletik-verband-sachsen-anhalt.html?m=1
Eine Ehrung wurde durch den Präsidenten des LVSA, Herrn Andreas Broska durchgeführt. Er nutzte die den großen Rahmen, um den langjährig aktiven und stets präsenten Vizepräsidenten Wettkampforganisation, Christian Topf, mit der DLV-Ehrennadel in Silber auszuzeichnen. Herzlichen Glückwunsch lieber Christian!
Melanie Schulz








