Deutsche Hallen-Meisterschaften U20 + Winterwurf - Ein silbern-bronzen glänzendes Wochenende
Vom 20.-22. Februar 2026 fanden die 57. Deutschen Hallen-Meisterschaften der U20-Jährigen im Glaspalast in Sindelfingen statt. Zusätzlich wurden die 4. Deutschen Winterwurfmeisterschaften ab der Altersklasse U18 ff. parallel im Floschenstadion ausgetragen. Aus Sachsen-Anhalt hatten insgesamt 18 junge Nachwüchsler aus acht Vereinen für die Halle und 18 junge Athleten und Athletinnen aus sechs Vereinen für den Winterwurf gemeldet.
Die ersten Titelentscheidungen wurde sehnlichst von den U18-jährigen Protagonistinnen des Speerwurfs am Samstagmorgen erwartet, hier hatten gleich fünf Athletinnen ihren Speer gespitzt und stellten sich den nasskalten Bedingungen. Und so ging auch gleich die erste Medaille an Jette Strauß vom Haldensleber SC, die mit 46,62 m den Bronzerang erkämpfte. Klaara Heim von Union 1861 Schönebeck erkämpfte sich bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft Rang 7. Ihr Speer landete bei 40,86 m.
Im Stabhochsprung der männlichen U20 zeigte Nikolas Tietze vom SV Halle eine beachtliche Steigerung. Mit persönlicher Bestleistung von 5,10 m erkämpfte er sich den Silberplatz, nachdem er noch vor einem Jahr auf Rang 5 mit 4,70 m rangierte. Weiter ging es mit Bronze für Maja Witte vom Haldensleber SC im Dreisprung. Mit 12,26 m sprang sie dabei dicht an ihre persönliche Bestleistung von 12,41 m heran.
Parallel stellten sich die Speerwerfer und -werferinnen weiterhin den Dauerregenbedingungen par excellence. Nina Reincke vom SC Magdeburg belegte mit persönlicher Bestleistung von 54,26 m den 2. Platz in der Frauenklasse. Mogens Braun, ebenfalls vom SC Magdeburg, wurde Vierter in der MU20. Sein Speer landete bei 62,59 m. Last but not least kam es zum großen Showdown über die 60 m in der WU20. Auch hier hatten fünf Athletinnen aus Sachsen-Anhalt gemeldet, wobei drei immer noch dem ersten U18-Jahr angehören. Ihre aktuell aufsteigende Form präsentierte postwendend Hannah Kaczmarek vom SC Magdeburg. In 7,39 s sprintete sie in Saisonbestzeit auf den 3. Platz.
Der letzte Wettkampftag stand u.a. im Zeichen des Langsprints sowie des Diskuswurfs. So überraschte Gerda Kirchner vom SV Halle zugleich in der WU18; ihr Diskus flog auf eine neue persönliche Bestleistung von 43,39 m und damit auf den 3. Platz. Einen Platz vor ihr und damit auf Rang 2 sortierte sich die Bronze-Medaillengewinnerin des Winters und Sommers 2025, Marlene Sack von den Halleschen LA-Freunden, ein. Sie warf ihren Diskus erneut über 44 Meter, auf 44,85 m. In der MU18 standen ebenfalls fünf Athleten aus Sachsen-Anhalt im Ring. Leider reichten die Weiten jedoch noch nicht, um ins Finale der besten Acht einzuziehen.
Im Diskuswurf der Frauen gab es kurze Zeit später eine weitere Bronzeplakette zu beklatschen, wenngleich sich Antonia Kinzel vom SV Halle mehr vorgenommen hatte. 59,14 m reichten, um die Winterwurf-Europacupnorm von 58,00 m zu Überbieten, aber zwei Frauen, u.a. Marike Steinacker (TSV Bayer 04 Leverkusen) warfen an dem Tag weiter und sollten damit für Zypern am 14./15.03.2026 gesetzt sein. Im Speerwurf der Männer ging es ähnlich überraschend zu. Hier siegte Nick Thumm vom VfB Stuttgart 1893 mit persönlicher Bestweite von 82,03 m. Auf dem 7. Platz sortierte sich, der im ersten U23/Männerjahr startberechtigte, Oskar Jänicke vom Mitteldeutscher SC mit 73,88 m ein.
Über die 400 m wurde es in der Halle nochmals spannend; Sophie Liesigk vom SC Magdeburg, als noch U18-Jährige, wollte in die Phalanx der älteren Konkurrenz eingreifen, was ihr mit einem beherzten Rennen auch gelang. Mit persönlicher Bestzeit von 54,73 s belegte sie den 3. Platz. Ebenso um eine Medaille kämpfen, wollte Moritz Grosse vom ASV 1902 Sangerhausen über die 400 m. Im Vorlauf mit Bestzeit von 49,07 s dekoriert, gelang ihm das im Finale leider nicht mehr ganz. Im Gerangel um die Innenbahn verlor er den Tritt und wurde in 50,77 s schließlich Sechster. Das Wettkampfwochenende beendete alsdann Maja Witte (Haldensleber SC) im Weitsprung. Hier sollte es mit 5,73 m Rang 5 werden. Nach der Vorbelastung und Medaille im Dreisprung - eine gute Platzierung.
Die Medaillen- und Finalplatzierungen lesen sich nun, wie folgt für den Winterwurf - fünf Medaillen - 0/2/3/ 1/0/0/2/0; für die U20-Hallen-DM - vier Medaillen - 0/1/3/0/1/1/0/0
Herzliche Glückwünsche gehen damit an die Medaillenträger, Finalisten und alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit und ohne Bestleistungen der Deutschen Hallen- und winterwurfmeisterschaften 2026. Das war eine erste Standortbestimmung des laufenden Trainingsprozesses, im Sommer geht es hoffentlich heiter weiter!
Alle Ergebnisse stehen auch unter: https://ergebnisse.leichtathletik.de/Competitions/Details/18339
Melanie Schulz









